Es geht weiter...

Heisterberg/Breitscheid,
1. September 2018 ff


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- Neuer Beschlagtermin (3/18)
- Grüne Wiese (Bilder)
- Hüttenöffnung und Neuland #3 (Bilder)
- Kontrastprogramm mit Unterstand
- Wechsel zu Weide #2
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Bilder auf der Waldweide
- Die Weide #1 - Einleben
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Freitag, der 31ste! - Aus-&Umzug


Freitag, 31. August 2018, der letzte Tag in den Boxen, die zumindestens für Jaron mehr als sieben Jahre Zuhause waren. Unser Wunsch war es ja, er möge seinen Lebensabend hier verbringen dürfen. Nun musste er aber doch - nach der Routine: Kleines Frühstück, Füße putzen - gemeinsam mit Menno zum letzten Mal aus "seinem", "ihrem" Stall in den schönen spätsommerlichen Morgen hinaus treten.

Immerhin auf frischen Eisen. Der nette junge Fahrer und Hufschmied Sven Böcking (Wilnsdorf an der Sieg) hat sie den Beiden verpasst. Auf Vermittlung durch Armin Stolz, vor zwei Tagen, gerade noch rechtzeitig. Übrigens, bemerkenswert, wie selbstverständlich versieht er Beide auch vorne mit Eisen inclusive je zweier Aufzüge.
Schaun mer amal, wie das halten wird.

Statt wie über den gesamten letzten Monat üblich, zum Grasen an den Steinbruch, ging es heute links ab, Richtung Wild-Weiber-Häusel-Parkplatz. Umschwirrt von motorisierten Echtzeit-Beobachtern der Firma. Nach knappen zwei Kilometern Fußmarsch, mit einem nervösen Menno, der vor jeder Menge Artgenossen auf passierten Weiden paradieren und und mit steilem Schweif imponieren muss, und mit einem dafür umso ruhigeren, weisen alten Mann Jaron, erreichen wir eine kleine Wald-Lichtungs-Weide am "alten Wasserwerk".

Menno musste natürlich, nach der langen Boxenzeit, die neu gewonnene Mobilität auf der Lichtung mit Volldampf-Galopp und Auskeilen feiern. Ergebnis ebenso natürlich, ein erneut stärkeres Lahmen rechts vorn.

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Was stressende Einflüsse angeht, ist diese Weide das absolute Kontrastprogramm zu der an einer stark befahrenen Landstraße mit nervigen Reifen-Abroll-Geräuschen, besonders bei Nässe. Hier: Himmlische Ruhe. Nur entfernte Geräusche von entfernten Artgenossen und ab und zu vorbei flanierenden Wanderern.

Mit Elektrozaun und Wassertank, tip top versorgt durch unsere rührigen, neuen "Herbergseltern". Unsere Befürchtung, ein leicht alarmierbarer Menno könnte sich durch nächtliches Wildleben wandernder Rehe oder Schweine in Panik versetzen lassen, bewahrheiten sich nicht.

Mittwoch, 5.9.2018, ganz im Gegenteil, beide präsentieren sich, nun nach fünf Tagen vollkommen entspannt. Sie scheinen ihr neues Weidezuhause absolut zu genießen.

Samstagabend, 8.9.2018: Menno humpelt wieder mal stärker rechts vorn.

Sonntagabend, 9.9.2018, 18 Uhr, die Weidehütte wird von ihrer Parkstation auf die Weide bewegt.

Mittwoch, 12.9.2018, die Weidehütte ist - bis auf die Aufhängungen für die Heunetze - bezugsfertig. Motorisierte Echtzeit-Beobachter der Firma sind im Einsatz.

Donnerstag, 13.9.2018, Menno läuft erfreulich klar. Die Hufe halten - wie schön! Haben wir endlich den Schmied gefunden?! Toi...

Freitag, 14.9.2018, schönstes Pferdewetter. Nun haben die Beiden ihre Waldweide 14 Tage genossen. Die abgeschnittenen Disteln und Brennnesseln wurden restlos verzehrt.

Die Beiden sind total entspannt. Menno bewegt sich bergauf und! (ohne Abfuß-Schmerz?) bergab wunderbar. Jaron nimmt mich erst wahr, als ich bei ihm, "unten" auf der Weide angekommen bin. Menno kommt mit Elke zu uns herunter, nachdem er mit seinem Frühstück fertig ist. Ebenfalls vollkommen entspannt. Fein...

Samstag, 15.9.2018, die Netze hängen. Der Umzug #2 kann kommen.

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Sonntag, 16.9.2018,

ein paar Bilder von der feinen, ganz besonderen Waldweide.

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Mittwoch, 19.9.2018, am Beginn eines wunderbaren Spätsommertages - nach 17 mal im Eingang ihrer Waldweide aus dem Gummitrog verputztem, nun letzten Frühstück - machen wir uns mit unseren Beiden auf den Umzug #2.

Mennos Problem-Fesselgelenk rechts vorn zeigt sich ganz zu Anfang nur (nach einem leichten Unaufmerksamkeits-Stolpern) bergab ganz leicht verhalten schonend. Sonst läuft er den gesamten, fast 3 km langen Weg ohne Zeichen von Behinderung.

Auf mehr oder weniger bekannten Wegen geht es zur neuen Weide mit feinem Fernblick über das Tal. Besonders Menno genießt diese pferdegerechte Möglichkeit. Jaron beschäftigt sich mit dem, in diesem extremen Jahr schon früh, am Halm zu Heu gewordenen biogenen Produkt dieser ungepflegten Weide.

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Nach langer Zeit steht den Beiden ihre eigene Berg-Hütte endlich wieder als Wind- und (hoffentlich auch) Regenschutz zur Verfügung. Ab kommendem Samstag könnten ganztägig ins Einstellige absinkende Temperaturen dazu einladen. Unsere rührigen neuen "Herbergseltern" haben die komfortable Hütte schon vor Tagen vom dankenswerten Zwischenparkplatz am Stall der Familie Ritterbusch hierher bewegt. Fein-fein!

Von der etwa insgesamt 1/4 Hektar-Weide wurde zunächst eine kleinere Hälfte per Litze abgeteilt. Unsere fürsogliche "Herbergsmutter" hat den gesamten Etwa-250-m-Elektrozaun in mühevoller Restaurationsarbeit von wuchernder, besonders hartnäckiger Brombeer-Vegetation befreit und nun mit einer bestens funktionierenden oberen und einer mittleren Litze ausgestattet.

Nach dem absolut entspannten, guten Eindruck bei der Ankunft am Morgen zeigen unsere Beiden am Abend: Sie haben sich mit ihrer neuen Unterkunft, speziell mit ihrer neuen alten Hütte vertraut gemacht = hinein geäpfelt. Abendbrot bei bester Laune.

Ein weiß-tieger-geschecktes Kätzchen, wohl DAS kleine kommunikative, das uns schon zweimal beehrte, kommt auch heute, fröhlich plaudernd durch den Heu-Gras-Jungel turnend, vorbei - zur Begrüßung? - um Elkes Katzen-Leckerli zu testen? Es ist offensichtlich die Gesellschaft von Pferden gewohnt, zeigt keine Angst vor ihren Beinen. Jaron berührt sie vorsichtig mit der Oberlippe, sogar ohne sein sonst bei Katzen (Socke oder Max) übliches, verängstigt verängstigendes Prusten. Schön!

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Samstag, 22.9.2018, ein regen- und sturmträchtiger Tiefausläufer steht ins Haus. Und: 100 Jahre KUBO-Firmenjubiläum, mit einer Armada von Zugmaschinen und deren Pubertär-Hupen, auf der Wiese gegenüber der Firma geparkt, "beleben" den Schallraum - für den Geschmack von Pferden, besonders für den eines Sentinel Menno, noch einigermaßen gnädig alarmierend. Danke für die akustische Rücksichtnahme - bewusst oder nicht -, liebe feiernde KUBO-Lkw-Lenker.

Die Boxen der Weide werden geöffnet. Sie wurden bereits von unseren "Herbergseltern" mit Fresströgen ausgerüstet. Nachdem die Teilung der Weide durch Öffnung des Litzentores aufgehoben wurde, testet mindestens Menno das neue Boxen Angebot umgehend. Jaron bekommt dabei ein paar Dämliche-Dominanz-Schrammen ab.

Der Raum vor den Boxen-Eingängen bietet prima Schutz bei Süd- über West- bis Nord-Wetterlagen. Beide knabbern sofort im "neuen", bisher abgetrennten Weidenteil. Montagmorgen erwarten uns aber beide schon wieder im "alten" kleineren Teil, bei ihrer Weidehütte. Schon nach derart kurzer Zeit also: Pferde sind auch "nur" Gewohnheits-Wesen.

Mittwoch, 26.9.2018, unsere "Herbergseltern" übertreffen sich in Fürsorge. Eine schöne, trotz des Dörre-Sommers immer noch grünende Weide in gut geschützter Randlage des Ortes, stellen sie unseren Beiden zu genüsslich grasender Verfügung.

Nach dem Frühstück geht es in einem Spaziergang #3 dorthin auf die kleine Reise. Zwei übliche Menno-Aufregungs-Pirouetten, bei vorzugsweise von hinten passierenden Lkws auf der Straße, fallen heute etwas weniger hysterisch aus, als schon bei früheren Gelegenheiten. Die neue grüne Weide wird mit deutlichem Wohlbehagen "in Besitz" genommen. Jaron kennt keine Pflicht, außer Kopf runter und Gras rupfen! Prima.

Donnerstag, 27.9.2018, der Energiegehalt (Hafermenge) von Frühstück und Abendbrot können so weit heruntergefahren werden, dass gerade Biotin und BONEKARE darin zu "verpacken" sind.

Die Beiden sind sehr mobil und offensichtlich guter Laune. Mennos exzemische Empfindlichkeit scheint durch die Luxussituation angeregt. Die heftige Bewegung hat außerdem zum leichten Lahmen auf rechts vorn geführt, was aber schon am Abend wieder herausgelaufen scheint. - Langes Gespräch mit einem Pferdemann, der Jaron sehr lange kennt.

Freitag, 28.9.2018, Brüderchen ist bis Sonntag zu Oktoberfestbesuch und freut sich über unsere Beiden in ihrer neuen Heimat.


Jaron, einmal rechts...

Samstag, 13.10.2018, wir feiern mit fast sechs einhalb Wochen eine Rekord-Haltbarkeitszeit der Eisen unserer Beiden. Sven Böcking bietet nach Anfrage auf anhieb einen Termin zum zweiten Rundum-Neubeschlag für Mittwoch, 24.10.2018 an. Mal sehen, was unsere Herbergseltern sagen...


... einmal links über die Schulter: Geht noch alles.

Die Weide ist nun, nach 17 Tagen, gut abgeknabbert, und jedenfalls Menno zeigt ohne akuten Grasbauch eine viel attraktivere, für seine Verhältnisse beinahe eine windschnittige Körpersilhouette. Jaron erfreut sich bei bestem Appetit eines entsprechend schicken Senioren-Bäuchleins.

Wir versuchen, noch bis kommenden Mittwoch, dann für insgesamt drei Wochen, auf dieser Weide durchzuhalten, ohne dass Menno "hunger-aggressiv" gegenüber Jaron wird. Dann werden beide einen Wechseltag auf der Portugalweide einlegen, in der die Herbergseltern den Elektrozaun der nächsten Weide einrichten wollen.

Mittwoch, 17.10.2018, gemeinsam mit unserer Herbergsmutter (sie übernimmt erneut und dankenswerter Weise die viel Zeit und Mühe sparende Bewegung des Seat von Weide zu Weide) überraschen wir unsere Beiden und nähern uns ihrer Weide erstmals von der gegenüberliegenden, "falschen" Seite: Zwei verdutzte Pferde mit Wendehals.

Nach einem kleinen Teil ihres Frühstücks geht es dann nach links, in eben diese Richtung, also rechts um die Tonindustrie, zurück Richtung Portugal-Weide. So muss die Landstraße nur gequert und nicht, wie in umgekehrten Richtung, ein längeres Stück auf der Fahrbahn genutzt werden. Wo, wie Menno seit letztem Jahr beim Georg weiß, Pferde fressende Lkw-Ungeheuer von hinten drohen. Und wo hier allerdings keine überhüpfbare Hecke, sondern nur ein tiefer Graben mit Fuß-unfreundlich steilen Rändern als Panik-Ausweichmöglichkeit zur Verfügung steht.

Menno ist wohl etwas aufgeregt, die Nase "läuft": Immerhin ist das ein neuer Weg. Er wird aber immer ruhiger, besonders nachdem ein Birnbaum gegenüber Firma Kubo für hefig Speichel generierende Leckerei gesorgt hat und sobald die Weide der ersten Woche der Beiden hier oben in Sicht ist.

Nach dem Verzehr des größeren Rests des Frühstücks (wir hatten übrigens die Salzsteine hier oben vergessen - Jaron leckte schon bei der Tonindustrie meinen Handrücken) genießen die Beiden die tolle Weide mit einem, in den letzten drei Wochen immerhin zart nachgewachsenem Grün.

Sobald der Elektrozaun von Weide No4 vom Herbergsvater installiert sein wird, kann der Wechsel dorthin stattfinden. In aller Ruhe!

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