Unsere 14te Tour
Die "richtige" 13te und ein gutes Omen (?)

Breitscheid,

Sonntag, 21. Juni

Mittwoch, 24. Juni

- Freitag, 26. Juni - MENNO lahmt
- Samstag, 27. Juni
- Sonntag, 28. Juni
- Montag, 29. Juni
- Dienstag,
30. Juni(*)
- Mittwoch,
1. Juli(*)
- Donnerstag, 2. Juli

(*)"Tour 14-1"

- Freitag, 3. Juli
- Samstag, 4. Juli
- Sonntag, 5. Juli
- Montag, 6. Juli = Tour # 15
-


Sonntag, 21. Juni, sollte der 3-bis 4-tage-turnusmäßige Termin dieser Fahrt sein. 7 Uhr morgens: Ein Blick aus dem Fenster und die Wetterprognosen ließen uns unisono den unmittelbaren Entschluss fassen: Wir warten die angesagten, über Wochen sehnlichst herbeigewünschten Regentage ab und fahren erst am Mittwoch.

Am Montag Morgen stehen die Beiden, MENNO heftiger als JARON, zitternd im ebenso heftigen Regen. Da die Temperaturen nachts trotz geschlossener Wolkendecke im einstelligen Bereich bleiben, ziehen wir ihnen Regendecken auf. JANKIDs Decke ist MENNO etwas zu groß. Es geht aber.

Der liebe "sture Trottel" lässt sich auch postwendend ein Loch hineinbeißen. Hat er doch immer noch nicht gelernt, bei den kleinsten Anzeichen eines sich ihm nähernden, Dominanz-lüsternen Weidenachbarn unverzüglich zu weichen. Er bleibt stattdessen dickköpfig, stur stehen - und hat schon wieder ein Loch im Fell... mennou!

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Mittwoch, 24. Juni, 8 bis 17 Grad, bewölkt, trocken.

Auf dem Weg von der Weide zum Hof folgt MENNO seinem Menschen mit gesenktem Kopf. Wie wohl u.a. auch die Versorgung seiner empfindlichen Augen mit EUPHRASIE-SALBE, (die seine ausdrücklich dankbare, seinen Kopf bei der Behandlung still haltende Würdigung findet) ein weiterer Stein im Fundament des Vertrauens in seine Zweibeiner ist.

In besonders "verdächtigen" Situationen gibt er aber immer noch den "hohen Gelderländer Kopf" und übernimmt damit seine Sicherheit in eigener Verantwortung. Noch traut er uns das nicht in jedem Fall zu. Dennoch sind wir überzeugt, auf einem guten, bisher ja immerhin erst viermonatigen gemeinsamen Weg zu sein.

Auf dem Hof ist "viel los". Nadine mit Toni und Jeannine mit Duchesse stellen ein erregendes Reizklima für unsere Beiden dar. Dennoch gelingen Aufschirren und An-die-Deichseltreten bei beiden, zwar mit entsprechenden Antworten des Verdauungsapperates in Form grüner Äpfel (Danke Jeannine für das Beseitigen!), wie bei den letzten Touren entspannt und ruhig.

Nur die fehlende Leinenführung durch MENNOs linken Kummet-Ring hab ich übersehen - ohne Folgen unterwegs. Die Verschnallung der Kreuzleinen gelingt sogar mit mittelprächtigen Diskussionen (MENNOs über?, unter? JARONs - na klar, über!) mit einem MENNO, der uns für seine Verhältnisse einen fast "sediert zappelnden" Kopf gönnt.

Elke kann ohne all zu großen Zeitdruck ihren Platz auf dem Bock einnehmen, während MENNO fast so wirkt, als habe er etwas vergessen?! - und erst nach einiger Verzögerung mit seinem Kopf aktiv wird. Heute aber "nur" mit einer Art "liebevollem" Hinüberlehnen zu JARON und ohne Steigerung und ohne sonstige motorische Ganz-Körper-Aktionen.

Außerdem lässt er sich mit der Leine gemäßigt zurücknehmen. Eine deutlich bemerkenswerte, angenehme Verbesserung gegenüber seinem bisherigen "Start-Verhalten". Hoffen wir doch, dass dies ein Versprechen für die Zukunft ist. Gutes Omen nennt sich so etwas wohl?!

Auf das Startsignal "Und komm" reagiert dafür dieses Mal JARON mit einem "Kavalierstart" und durchrutschenden Eisen. Beide sind aber nach einigen Metern, zwar mit hohem Gas, aber "eingefangen". Die Einfahrt auf die Medenbacher Straße gelingt wg. fehlenden Verkehrs reibungslos unter schmunzelnder Beobachtung durch Timmie.

Auf der, inzwischen wohl Standard-Tour (besonderer Vorteil: Eine gute Stunde Arbeit auf weitestgehend Huf-schonendem Belag) ist MENNO anfangs vollwertiger Zugpartner von JARON. Nach der siebentägigen Pause zeigt er aber erneut relativ früh immer wieder Schwächen. Sein Kopf sinkt und die Oberlippe spielt mit dem Aufhalter.

Zwei Mal scheint er aber auf das Signal "MENNO - KOMM!" zu reagieren. Die Notwendigkeit einer ermunternden Peitsche ist also erneut verschoben? Auch die Probe-Stops zeigen eine Bestätigung des heutigen Vor-Start-Verhatens: MENNO geht "nur", als wolle er sich erschöpft oder liebevoll bei ihm anlehnen, mit dem Kopf zu JARON hinüber. Ohne die sonst üblich steigernde Hektik von Kopf- und Gesamtmotorik. Wie schön, wenn sich das fortsetzen sollte.

Erneut tut sich MENNO Darmflöten-mäßig in den vielen Trabpassagen ganz besonders hervor. Auch erneut frühes Prusten JARONs, aber auch immer wieder MENNOs, sind für uns Hinweise, dass sich die Beiden wohl fühlen. Bei den Temperaturen knapp über zehn Grad ist ihre Belastung, auch bei einem Durchschnitts-Tempo von 7,6 Kilometern pro Stunde, nicht annähernd im Bereich von Überforderung, nicht mal sichbarer Schweißflecken. Dennoch erscheint uns MENNOs hintere Muskelpartie schon deutlich potenter. Also, Besserung ist auch auf dieser Ebene unterwegs.

...

Die Einfahrt in die Medenbacher Straße bei der Firma GEORG klappt am Ende der Tour, bei guter Einsehbarkeit in beide Richtungen, wie immer fließend. Den Lenker des Kundenfahrzeugs der Firma WENDEL muss Gruum Elke allerdings etwas energischer Arm-wedelnd bewegen, der Kutsche die Zufahrt auf den Wirtschaftsweg durch den Saalbachhof freizumachen.

Stop auf dem Hof, Ausspannen, Abschirren, Belohnungs-Mahl in ihren Boxen... wie bisher immer: Entspannt und in aller Ruhe. Nach vermeintlichem, ganz leichten Humpeln MENNOs auf der rechten Vorhand zeigt sich unter dem Huf aber kein Hinweis auf einen möglichen Verursacher (übersensible/r Beobachter?).

Fazit: Wenn dies die Andeutung einer Tendenz gewesen sein sollte, dann sind wir damit hoch zufrieden einverstanden. MENNO, bald ein in sich ruhender Partner von JARON - ein Traum!

Schaun mer amal!

Die Tour #13:

Wildweiberhäusel, rechts, rechts über die Linksschleife Richtung Medenbach und zurück.

Strecke: 8,85 Kilometer
Zeit: 1:07 Stunden (10:44 - 11:51 Uhr)
Höhenmeter: 170
Maximale Steigung: 14,4 %
Durchschnitts-Geschwindigkeit: 7,6 km/h
Maximal-Geschwindigkeit: 13 km/h

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Das gute Omen scheint seine ganz Kraft auf MENNOs Start-Tick zu konzentrieren. Leider ist wohl nicht mehr so viel für die Gesundheit seines rechten Vorderhufs übrig (?).

Freitag Morgen, 26. Juni:

MENNO HUMPELT DEUTLICH RECHTS VORN

Wir waren leider doch keine übersensiblen Beobachter.

Alle Fünf stehen oben, zwischen den Bäumen. Keiner kommt, auch nach dem Pfiff nicht. Als ich dann JARON persönlich zum Frühstück geleite, folgt ihm auch nicht einmal TONI, wie sonst üblich. Er schreckt dafür mal wieder recht übertrieben bei jedem kleinsten Knackgeräusch.

Als ich dann MENNO das Halfter anlegen möchte, schont er bereits bei Lastwechsel das rechte Vorderbein erkennbar. Ein paar Schritte und ein ausgewachsenes Humpeln zeigt sich immer heftiger. Ich verlasse ihn an seinem Platz zwischen den Bäumen.

Nun folgen mir TONI und JARON zurück zum Futterplatz am Auto. Beide lassen sich MENNOs Frühstück schmecken. Ich fahre zum Saalbachhof, füttere SOCKE und MAX, informiere Jutta und Werner. Beide meinen, es könnte ein Hufgeschwür sein. Vernageln wäre auch denkbar?! (Kai: Das Beschlagen war dieses Mal "ein Kunstwerk").

Durch den Verkauf der guten alten BMW R100R und den Käufer und Sammler aus Polen, der sie gerade zerlegt, um sie in einem kleinen Pkw abzutransportieren, sind wir bis elf in Heisterberg gebunden. Im Rathaus Breitscheid abgemeldet, und schon ist unser Moped auf dem Weg nach Danzig. Tschüss - Du hast uns zuverlässig durch Europa getragen; Es war eine schöne Zeit mit Dir! Alles Gute mit Deinem neuen Menschen und BMW-Freund in Polen.

Dr. Walter Graulich kommt um eins zum Saalbachhof. Bis dahin holen wir die Beiden von der Weide.

Vorgeschichte:

Di 28.4. neue Eisen
So 7.6. FAHREN 10,7 km
Mo 8.6. Eisen vorn/rechts ab
Di 9.6. kalt wieder aufgenagelt
Do 11.6. Eisen vorn/rechts ab
MENNO bleibt auf der Weide
Mo 15.6. nach fast 7 Wochen: voll heiß neu beschlagen (Kai+Max)
Mi 17.6. FAHREN 8,9 km
Mi 24.6. FAHREN 8,9 km - leichtes Schonen re/vo
Fr 26.6. starkes Lahmen re/vo

MENNO steht an der selben Stelle zwischen den Bäumen, wo und genau so, wie ich ihn am Morgen verlassen habe. Hier herrscht ein leichtes Lüftchen, also erleichterte Bedingungen gegen Bremsen, die schon zahlreich aktiv sind. Der Kilometer zum Hof ist eine Schweiß-treibende und heftig atmende Aktion für ihn.

Dr. Graulich kann auch mit Hilfe der Hufuntersuchungszange aus Werners Fundus keine präzise Diagnose finden. Er spritzt ein entzündungshemmendes Mittel. Je nach dem, wie sich MENNO morgen zeigt, geht es weiter ... Wässerungsverband ... Die Beiden bleiben in ihren Boxen.

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Samstag, 27. Juni,

Boxen-Frühstück am Saalbachhof. MENNO belastet sein gestriges Humpelbein wieder. Auch im Trab zeigt er ein normales, symmetrisches Bewegungsbild. Große Erleichterung - für den Moment.

Auf Jutta und Werners Rat bringen wir die Beiden wieder auf die Koppel. Die Feuchtigkeit dort, durch den Regen der Nacht, kann seinem Huf nur gut tun.

Die kleine Rambo-Fliegenmaske, die er gestern verloren hat, lag unter einem kleinen Busch. Versehen oder Absicht? Er wird bald eine in einer # größer bekommen. Mal schaun, ob er die etwas länger am Kopf behält. Immerhin reagieren gerade seine Bindegewebehäute sehr empfindlich auf Insekten. Eine "Ladung" Euphrasia sollte für den Tag reichen.

Sollte MENNO am Abend wieder lahmen, werden wir die Beiden wieder zurück in die Box bringen.

...

Abendbesuch mit Banane: MENNO bewegt sich freudig, leicht beschwingt, wohl auch durch den frischen Westwind animiert, wie alle übrigen Weidebewohner, wenn auch eine leichte Unterbetonung des Einsatzes seiner rechten Vorhand immer noch zu erahnen ist. Sollte die bis morgen früh nicht stärker werden, sind wir hoch zufrieden. Beide bleiben so natürlich auf der Weide - Schön!

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Sonntag, 28. Juni,

13 bis 19 Grad, leichte West-Briese.
Weidefrühstück: MENNO läuft - nur, wenn man es weiß, bemerkt man sein Problem-Bein/Fuß. Auch die Augen sind nicht gereizt.

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Montag, 29. Juni,

20 Grad aufwärts, leicht Nord-West; Die Bremsen werden aktiv. Waldemar mit zwei Söhnen sind am Hof und schwer aktiv bei Instandsetzungen an Stall, Heulager und Roundpenn.

MENNO läuft unverändert; Augen leicht gereizt, mit Euphrasia versorgt.

Kai spricht für Springglocken aus Neopren; Die sind auch atmungsaktiv, schützen aber über den Ballen abwärts, also auch das Eisen davor, vom Hinterhuf getroffen zu werden (und sind viel billiger als Ballen-Schoner).

Dr. Graulich kommt um eins. Wir bitten ihn, sich MENNO an der Weide anzuschauen. Er kann nicht, hat einen Notfall in Heisterberg. Sollte MENNO am Montag immer noch unklar gehen, wird er ihm eine weitere Spritze Antibiotika geben.
Eine Belastung sollte bis dahin vermieden werden. Springglocken hält er ebenfalls für sinnvoll - ebenso wie Uta und Sophie, die Actross' Füße beschneiden.

Zur Abendbanane kommt MENNO beschwingt locker und flüssig die Weide hinab getrabt - wunderbar. Morgen werden wir mit beiden etwas früher einen Spaziergang machen, als Ausgleich für entgangenes Fahren.

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Dienstag, 30. Juni,

18 bis 22 Grad, wolkenlos strahlender Sommermorgen.

MENNO im allgemein noch dösenden WWGWS (Wallach-Wohn-Gemeinschafts-Wald-Schlafzimmer - zurück zu 4. Juli) abgeholt und zum Frühstücksplatz neben der Tränke geleitet: Alle folgen gut gelaunt.

Nach dem ersten Teil des Frühstücks machen wir uns mit den Beiden auf einen Spaziergang zur Schmidt-Allee. Eine Übung, von der MENNO und seine Menschen noch mächtig profitieren können. Er übernimmt in weiten Teilen (wie noch immer häufig) in "neuen Situationen" seine Sicherheit in eigener Verantwortung.

Was heißt: Kopf hoch, schnaufen, ängstliche Besorgnis demonstrierend, nur auf energischen Eingriff des Menschen am anderen Ende des Strickes geschieht - Naa gut! - das, was der für seine Vorstellung hält. Parade + "Langsam!", scheint er immerhin zwei Mal! zu verstehen; die restlichen Mal minus diese zwei: "Beweg Dich doch in meinem Tempo, ist gesund!".

Gruß an Waldemar und seine Mannen, die in der Grewe wirken und werken.

Wieder auf der Weide: Zweite Hälfte des Frühstücks und Anlegen der Fliegendecken. JANKIDs Decke passt MENNO wie angegossen. Zum wiederholten Mal: wunderbar. MENNO läuft, trabt und galoppiert in bester Laune über die Weide und durch das untere Gehölz. Sein Tick rechts vorn ist kaum zu ahnen. Schöön.

Nadine kommt und versieht TONI mit seiner Fliegenmaske. Wäre doch schön, wenn TONI bei unseren Beiden am Saalbachhof bleiben könnte.

Abend: MENNO trägt seine Fliegendecke immer noch mit Stolz.
Waldemars Ältester lässt seine Trompete durchs Erdbachtal schallen, gerade als wir Werner, Jutta, Kyra & Lada an der WWGWS treffen.

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Mittwoch, 1. Juli,

14 bis 20 Grad, wolkenlos.

Die WWG (Wallach-Wohn-Gemeinschaft) trifft sich heute unter der großen Weide am Wasserfass. Nach ihrem ersten Frühstück gehen wir mit unseren Beiden auf den selben Spaziergang wie gestern.

Heute ist der Wald in Richtung Schmidt-Allee sehr gut frequentiert durch Radfahrer mit und ohne Hund sowie "einfache" Hundebesitzer per pedes.

MENNO läuft fein und ist viel ruhiger - wenn man von zwei Versuchen absieht, den Zweibeiner am anderen Ende des Stricks mit eiem energischen Antritt Richtung Graben oder gar in Richtung "Umkehren" zu katapultieren. Nur gut, dass er diese Vorhaben nach der Andeutung der Möglichkeit dann doch abbricht.

Für Aufregung mit kombinierter Apfelabgabe sorgt bei beiden ein Gemeinde-Kleinlaster am Weg und Gemeindearbeiter, die durchs Unterholz "geistern". Auf dem Rückweg ist der selbe Reiz schon "Routine-Langeweile" - gute Übung.

Guten-Morgen-Gruß an Waldemar und Söhne, die erneut schon am Unterstand "In den Grefen" wirken.

Zweites Frühstück nach der Rückkehr auf der Weide. Euphrasia in MENNOs Augen. JARON wird die Fliegenmaske angezogen. TONI hat seine im WWGWS ausgezogen. Bei Gezappel und einem "mithelfend?en" MENNO lege ich sie ihm wieder an.

Am Abend hat TONI seine Fliegenmaske immer noch auf - fein. JARON seine auch. MENNO bekommt seine, heute gelieferte, morgen früh.

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Donnerstag, 2. Juli,

15 bis 22 Grad. Wolkenlos.

Da heute zwischen acht und zehn Uhr Heizöl geliefert werden soll, fahren wir schon um sieben zur Koppel.
MENNO erhält auch seine neue Fliegenmaske. Seine Unterlider hängen gereizt und mit etwas eitrigem Ausfluss herunter. Also: Bedarf! Die Maske ist ihm wohl etwas zu groß (die kleinere Version war dafür zu eng). Der Nackenabschluss muss wohl etwas zusammengenäht, enger gemacht werden. Heute ziehen wir ihm das Halfter drüber. Mal schaun.

Bei TONI musste nur das rechte Ohr wieder in die Maske - Sonst: Gut.

Am Abend: TONIs rechtes Ohr, da capo. MENNOs Fliegenmaske plus Halfter sind in Position - gut. Die Drei sind bester Laune. Eine leichte Briese von Süd zieht den Hang hinauf. So war die Hitze wohl zu ertragen.

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Überlegungen zum Fahren bei sehr warmer Witterung.

Freitag, 3. Juli,

Wir sind kurz nach halb acht morgens an der Weide. Nach erstem Frühstück, Abnehmen der Fliegendecken, Fellpflege, ... geht's Viertel vor acht - zum dritten Mal in der Zeit nach dem ersten Lahmen von MENNO - auf einen

Spaziergang zur Rainer-Schmidt-Allee...

Eine Dreiviertelstunde später sind wir nach drei lockeren Wander-Kilometern mit zweimal sechs Beinen wieder an der Weide. Nun, um halb neun, ist es schon einigermaßen unangenehm warm. Um diese Zeit sollte man also eventuelle morgendliche Aktivitäten beendet haben?!

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Welche Möglichkeiten gibt es, bei extrem hohen Temperaturen zu fahren? Angenommen eine einstündige Fahrt, dann kommt man mit Anschirren, Anspannen... 30 min, Fahrt 60, Abschirren... 30, Weg Hof-Weide 15 auf eine Bruttozeit von zwei ein viertel Stunden.

Möglichkeit 1: Fahren am frühen Morgen

Da man wohl (s.o.) spätestens um halb neun mit Allem fertig sein sollte, also Pferde wieder auf der Weide, wäre eine günstige Voraussetzung: Die Pferde haben in den Boxen übernachtet, wurden also am Abend vorher von der Weide geholt. Mit einem Start spätestens um Viertel nach sechs, also Aufstehen spätestens fünf Uhr, wäre man dabei.

Nachteil dieser Variante: Die günstige Nacht (Temperatur, Insekten) auf der Weide würde in der Box verbracht. Holt man die Pferde morgens von der Weide, wäre Start spätestens um sechs. Noch günstiger wäre jeder noch früherer Start.

Möglichkeit 2: Fahren am späten Abend

Gute Voraussetzung: Die Pferde verbringen den heißen und Insekten trächtigen Tag in ihren Boxen, wurden also am Morgen des Tages von der Weide geholt.
Bei der angenommenen Brutto-Zeit von 2:15 Stunden und dem Sonnenuntergang kurz nach halb zehn, müssten die Startvorbereitungen spätestens gegen Viertel nach sieben beginnen.

Bei Temperaturen um halb zehn abends von immer noch über 28 Grad (3. Juli 2015!) fällt die Variante "abends fahren" schon mal aus.

Möglichkeit 3: Spaziergänge

Grundsätzlich ist mehr oder weniger an jedem Tag ein morgendlicher Spaziergang, in unserer momentanen Situation, zur Rainer-Schmidt-Allee möglich. Also ein Bewegungsreiz, zusätzlich zu dem beim Grasen auf der Weide, von täglich +- drei Kilometern. Das entspräche - zwar nicht in der Intensität, aber in der Strecke - der "Belastung" bei "normalen" Fahr-Intervallen von 3 bis 4 Tagen und in der Summe von gut 9 Kilometern. So bliebe unser "Anfänger" MENNO in Übung.

Für uns spricht Vieles für diese Variante.

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Die "Tour 14-1" =
drei Morgenspaziergänge von der Weide zur Rainer-Schmidt-Allee (30. Juni, 1. und 3. Juli 2015).

Morgenspaziergang, 3. Juli

3,0 Kilometer
von 7:46 bis 8:35 Uhr = 44 Minuten
Höhenmeter: 52
Geschwindigkeit: 3,7 km/h

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Am Freitagabend sind wir gegen acht an der Weide. Jutta hatte uns telefonisch informiert, dass MENNO abenteuerlich "verkleidet" auf der Weide zu sehen sei.

Erklärung: Da die Sicherungsbänder seiner Fliegendecke um die Hinterbeine verloren gegangen sind, lag der hintere Teil der Decke lose über Kruppe und Rübe; Nun war er (durch Wälzen oder Kabbelei) über den Rücken geschürzt; außerdem hing der obere Teil seiner Fliegenmaske vor seiner Nase, nur vom Halfter gehalten.

Eigenartig:

MENNO geht aggressiv gegen JARON. Der quiekt und weicht.

Ich fahre nachhause, raffe den Halsteil der Fliegenmaske im Nacken mit feinem Bindedraht, demontiere die Sicherungsbänder seiner Regendecke und nehme sie mit. Damit sollte seine Fliegendecke um den Po halten. Mal schauen, ob die Raffung der Masken-Halsweite ausreicht, und er die Maske morgen früh noch auf dem Kopf trägt.

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Samstag, 4. Juli,

7:30 h, 23 Grad, wolkenfrei

MENNO trägt immer noch Fliegen-Maske und -Decke. Sehr gut.

Weniger gut: Seine erste Handlung, er scheucht den hinzu kommenden JARON, der zuvor entfernt steht, der nun ausweicht und ins Tal ruft. Nachdem MENNO sein Frühstück allein verzehrt hat, lässt sich JARON nur getrennt von allen Anderen ebenfalls zu seinem Frühstück bitten.

TONIs Maske liegt im WWGWS. Er bekommt sie wieder angezogen.

Wir verzichten auf einen Spaziergang. Der muss bei den brütenden Temperaturen nicht sein.

... ein sehr heißer Tag! ...

Kurz nach acht abends sind alle friedlicher Stimmung. MENNO wird per Litze isoliert, von allen, besonders von JARON getrennt. Er ist immer noch mit viel Dampf unterwegs und hat auch wieder seine Fliegenmaske an seiner Schlafstelle im WWGWS verloren. Sein rechtes vorderes Bein ist offensichtlich wieder vollkommen schmerzfrei belastbar.

Mal sehen, was Werner&Jutta dazu sagen, die Außenränder der Weide zu mähen und zu verfüttern.

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Sonntag, 5. Juli,

23 bis 30 Grad, Schleier- bis leichte Bewölkung, leichter Ostwind, fast angenehm...

MENNO trägt noch seine Fliegenmaske. Er scheint außerdem seinen Gruppenrang zu verbessern, kabbelt sich mit ROMEO. JARON fällt offensichtlich hinter ihn zurück, er weicht ihm quietschend. Wir beschützen JARON, indem wir ihn alleine, getrennt von den anderen, frühstücken lassen. TONI hat seine Fliegenmaske erneut - diesmal am unteren Wäldchen - abgesreift.

Ich mähe das Brennnesselfeld im unteren Wäldchen und den Sauerampfer darum herum. So bald die Brennnesseln trocken sind, werden sie von Pferd auch verzehrt. Auch etwa 10 m des Gras-Streifens außerhalb der Weide zum Wirtschaftsweg hin wird gemäht und von der gesamten Belegschaft verspeist.

... ein nicht mehr ganz so heißer Tag wie gestern, dennoch machen wir keinen Spaziergang mit den Beiden. Die Betätigung von Sense und Forke war schon Schweiß treibend genug...

Abends, Gewitter ziehen durch, Wind aus West, endllich wieder angenehme 23 Grad. Wir nehmen beiden die Fliegendecken ab.

MENNO wird von ROMEO angegangen. MENNO jagt JARON, der nun wohl Gott-sei-Dank die anstrengende Chefrolle los ist?!

Tour #15: Montag, 6. Juli 2015

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